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Frage:
Mein Orthopäde hat diagnostiziert: "Retropartellararthrose,
Medial betonte Gonarthrose, Chondropathia patellae" - die
Behandlung brachte leider keine nachhaltige Besserung. Ist die
"Pulsierende-Signal-Therapie", praktiziert von Dr. Hans
Krezdorn (http://www.med-health.com)
eine Möglichkeit, Besserung zu erzielen?
Freundliche Grüße W.S.
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Antwort:
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Nach meinem heutigen Kenntnisstand ist folgendes
zu sagen:
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Die Diagnose Retropatellararthrose
ist 1997 leider noch eine Dauerdiagnose. Eine Heilung ist derzeit
leider nicht möglich, wohl aber weitestgehende
Beschwerdefreiheit, wenn eine angemessene Behandlung und eine
angemessene Belastung von seiten des Erkrankten durchgeführt
werden.
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Am häufigsten
sind Jugendliche und Junge Erwachsene betroffen.
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Die
Pulsierende-Signal-Therapie ist mir nicht bekannt. Falls
es sich um das sogenannte Bioresonanzverfahren handelt, ist sie mir
bekannt.
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Leider ist es
heute noch so, daß Knorpelzellen am lebenden Menschen nicht
vermehrt werden können. Die vorhandenen Knorpelzellen können
lediglich die Funktion der benachbarten Zellen mitübernehmen
und damit den Verlust etwas ausgleichen. Voraussetzung dafür
ist, daß der verbliebene gesunde Knorpel nicht überlastet
und ausreichend ernährt wird. Dies wird durch Normalgewicht (=
kein Übergewicht), reichlich Bewegung ohne Last (= Schwimmen,
Fahrradfahren im Leerlauf oder Beine auf einem zu hohen Sitz frei
baumeln lassen) erreicht. Persönlich habe ich gute Erfahrung
mit dem Medikament Dona 200 S gemacht; erst 3x1 über 1-2 Monate
bis zur Besserung, dann 2x1, dann 1x1 auf Dauer. Es gibt noch
alternative Medikamente.
Die unter der genannten WWW-Adresse
gemachte Aussage, daß Knorpel heute vermehrbar ist, ist
richtig, aber derzeit noch nicht auf den Menschen anwendbar. Die
Knorpel-Zell-Vermehrung wurde a) nur bei Rinder-Knorpel nachgewiesen
b) nur unter experimentellen Bedingungen c) nicht am lebenden
Menschen d) nicht mit der Pulsierende-Signal-Therapie,
sondern in der Petrischale. Bis zur Anwendbarkeit beim
Menschen mit einem nebenwirkungsarmen Verfahren können noch
Jahre ins Land gehen. Der Ansatz ist fraglos interessant. Alles
andere ist nach meiner heutigen Kenntnis unseriös.
Noch zwei positive Dinge zum Schluß: A)
es gibt die Deutsche Arthrose-Hilfe e.V. Tel .: 06831-94 66 77, die
mehrmals jährlich ein sehr informatives Heft herausgibt und
mehrere regionale Gruppierungen unterhält. Die Artikel sind
klar und für jeden verständlich. B) Wenn Sie noch
weitergehende Fragen haben, können Sie sie gerne stellen.
- Mit freundlichen Grüßen
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Dr. Wolfgang Hasler
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Inzwischen ist man in der Lage, bei einem
erkrankten Menschen gesunden Knorpel aus einem wenig oder kaum
belasteten Gelenk in kleinen, nicht schädlichen Mengen zu
entnehmen und in das erkrankte Gelenk zu verpflanzen.
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Wie wir sehen können, ist die Entwicklung in
diesem Sektor sehr stürmisch.
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