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Dr. Hasler - Dr. Hasler-Hepp Tholey
Gallensteine
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Jeder von uns hat schon von diesen
bedrohlichen Gesellen gehört, keiner liebt Sie. Aber so schlimm
sind diese heute meist nicht mehr.
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Häufigkeit der Gallensteine:
10 bis 15 % der Gesamtbevölkerung
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Häufigkeit der Beschwerden :
2 bis 3 %
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Ursachen/Risikofaktoren
für Gallensteine
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sind die berühmten drei F:
Fad/Female/Fertile (Übergewicht, weiblich, viele
Kinder).
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Einschlägigen Untersuchungen
zufolge weisen 50 Prozent der Bevölkerung eine mit Cholesterin
übersättigte Galle auf. Risikofaktoren hierfür sind
Übergewicht, höheres Alter, Hypertriglyzeridämie und
Östrogene (Pille), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit).
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Eine verminderte Funktion der
Gallenblase (= faule Gallenblase, die sich nicht oft bewegt und
zusammenzieht) ist ebenfalls ein Risikofaktor für Gallensteine.
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Genetische Faktoren spielen
offensichtlich auch eine Rolle. Es gibt immer wieder Familien, bei
denen die Frauen ab der Jugend Gallensteinträger sind.
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Wann sollten
Gallensteine behandelt werden?
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Gallensteine werden nur dann
behandelt, wenn sie symptomatisch geworden sind; das heißt,
wenn sie sich bemerkbar machen in Form von
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1.) Gallenkoliken,
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2.) Bauchspeicheldrüsenentzündung,
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3.) erhöhten Leber-Werten,
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4.) Leberentzündung (=
Hepatitis)
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5.) Gallenwegsentzündung.
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Welche
Behandlungsverfahren gibt es?
1.) Medikamentös (= Tabletten
schlucken)
2.) Operativ
a) klassisches Verfahren mit
Bauchdeckenöffnung
b) endokopisches Verfahren (=
Guckloch-Chirurgie)
3.) Zertrümmerung
(Stoßwellenbehandlung)
zu 1.) Medikamentös (=
Tabletten schlucken)
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Dies ist sicher das risikoärmste
Verfahren, ist aber nur möglich, wenn
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- es sich um unverkalkte
Cholesterinsteine handelt;
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- die Gallenblase voll
funktionstüchtig ist
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- die ableitenden Gallenwege frei
sind
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- die Gallenblase nur bis maximal 50%
mit Steinen gefüllt ist
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- der Steindurchmesser 10 (15) mm
nicht überschreitet
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Nachteil ist: lange Zeit (Jahre)
müssen jeden Tag viele Medikamente eingenommen werden; in 50
bis 60 % kommen die Steine wieder.
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Wenn Gallengang/Gallen-Blase sich nach
einer Kolik nicht beruhigen, ist dieses Verfahren weniger geeignet.
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Nicht verkalkte Gallensteine findet
man häufig bei jungen Patienten, seltener bei Älteren
Menschen.
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zu 2.) Operativ
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a) klassisches Verfahren mit
Bauchdeckenöffnung
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Dies war früher eine schwere
Operation, von der man sich erst langsamer erholte. Heute wird
dieses Verfahren immer noch angewandt, wenn es bei den übrigen
genannten Verfahren Komplikationen gibt (man sattelt während
des Eingriffs um) oder wenn unübersichtliche Verhältnisse
die anderen Verfahren nicht zulassen. Häufig muss dieses
Verfahren bei so genannten "vergammelten" Gallenblasen
älterer Herrschaften als Notfalloperation angewandt werden,
weil keine rechtzeitige angemessene Behandlung erfolgte.
Die Operationsdauer ist etwa 30 bis
60 Minuten kürzer als bei dem
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zu b) endoskopischen Verfahren (=
Guckloch-Chirurgie)
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Dieses Verfahren wird heute wohl am
häufigsten angewandt (ca. 90 %).
In Narkose werden verschieden kleine
Löcher in die Bauchdecke geschnitten, ein Gas in die den
Bauchraum eingelassen, damit sich die Bauchdecke hebt und ein freier
Übersichts- und Bewegungsraum entsteht.
Dann wird die Gallenblase
instrumentell entfernt (in diesem Satz steckt aber die ganze Kunst
bei diesem Eingriff).
Bei dieser
Minimal-Invasiven-Chirurgie erholt sich der Patient wieder sehr
schnell, so daß er nach etwa 10 Tagen kleine Hausarbeiten
machen kann. Dies war bei der großen Bauchoperation erst nach
4 bis 6 Wochen möglich.
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zu 3.) Zertrümmerung
(Stoßwellenbehandlung)
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Dieses Verfahren hat sich nicht so
sehr bewährt und wird in letzter Zeit eher selten angewandt.
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