Kein
Bügeleisen, Bitte!
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Auch
ein Arzt wird mal krank oder muss mal zum Zahnarzt. Letztens war
es mal wieder so weit, und ich musste mir an den Zähnen
Bohren und Zahnstein entfernen lassen. Der Zahnarzt hatte mir
folgende nette Geschichte mit einem älteren Herrn
präsentiert:
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Der
Herr war schon über 70 Jahre alt und war einige Zeit zuvor im
Krankenhaus operiert worden. Leider war bei seinem kranken Herzen
und der zwingenden Operation nicht alles so glatt gelaufen, wie
man sich das so wünscht. Offensichtlich war es in der
Aufwachphase zum lebensbedrohlichen Kammerflimmern gekommen und
der Patient musste sofort elektrisch defibrilliert werden. Dies
war sofort gelungen aber leider hatte er wohl etwas davon
mitbekommen.
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Nun
sollte beim Zahnarzt/Kieferchirurg ein Eingriff in Kurz-Narkose
erfolgen. An die letzte Narkose - besonders das Aufwachen mit der
teilweise erlebten Defibrillation - hatte der Herr nicht so gute
Erinnerungen.
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Gespräch unmittelbar vor der
Kurznarkose:
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"So, jetzt werden Sie gleich etwas müde
und schlafen kurz ein!"
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"Ach
so, Herr Doktor, eins wollte ich Ihnen noch sagen. Heute mag ich
nicht mehr wie beim letzten Mal mit dem elektrischen Bügeleisen
behandelt werden!"
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Makaber,
aber wahr. Ich wollte es auch nicht.
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Welche
Kasse?
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Im
letzten Bereitschaftsdienst wurde ich nachts in einen stark
verwahrlosen, schmutzigen Haushalt mit viel Unordnung gerufen.
Die Versicherten-Karte konnte nicht gefunden werden und so musste
ich alle persönlichen Daten von Hand aufschreiben und konnte
diese nicht elegant elektronisch einlesen.
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Es entspann sich
darauf folgendes Gespräch:
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"Wie
heißen Sie?" ............
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"Wann
sind Sie geboren?" ...............
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"Wer ist Ihr Hausarzt?"
.................
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"In welcher Kasse sind Sie?" -
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Nach
kurzem Zögern kam die Antwort auf die letzte Frage:
"Kreissparkasse!"
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Ob
das ein guter Vorschlag für unser Gesundheitssystem ist?
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Gesprächs-Protokoll
beim Belastungs-Elektrokardiogramm
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A
= Arzt
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P = Patient, 47
Jahre, männlich, ungeduldig, leichter Bluthochdruck
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A:
"Bei der Belastung werden wir sehen, wie sich Ihr Blutdruck
und Puls verhält. Sie treten auf der Kurbel, bis der Zeiger
ca. 50 anzeigt - nicht mehr."
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Der
Patient tritt los wie ein Stier, der Zeiger steht auf 85.
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A: "Langsam, langsam, das habe
ich mir gedacht. Sie müssen sich ein bisschen bremsen. Das
dürfte auch Ihr Problem sein. Bei Ihrer Neigung zum
Bluthochdruck kein Wunder."
Pause
"So wie sie hier lostreten, dürften
Sie auch Auto fahren - stimmt's? Sie müsste doch schon einige
Knollen haben! Wann erhielten Sie Ihren letzten Strafzettel wegen
zu schnellen Fahrens?"
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P: "Stimmt, das ist noch gar
nicht lange her, das war vor knapp drei Jahren.
Oh, da muss ich Ihnen unbedingt noch etwas
erzählen. Damals bin ich bei Karlsruhe geblitzt worden. Vier
Wochen später bekam ich eine Mitteilung von der Polizei. Ich
möchte doch mitteilen, wer das Auto gefahren habe, da die
Person auf dem Bild nicht zu erkennen sei. Da habe ich meine
Mutter angegeben.
Mein Vater war dagegen.
Kurz darauf kam der Zahlungsbefehl von ca.
150,- DM. Mein Vater sagte: "Das zahlst aber Du!" Das
habe ich gern gemacht. Die Mutter bekam drei Punkte in Flensburg.
Heute dürften die Punkte meiner Mutter
wieder gelöscht sein. Sonst ist nichts weiter passiert."
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A:
Kurz gestutzt - erst verhaltenes, dann lautes Lachen.
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P:
"Meine Mutter hätte sich sicher über diese Aktion
gefreut!"
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Der Clou an der Geschichte: Die
Mutter war vor fünf Jahren verstorben.
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Offensichtlich war das der Obrigkeit
entgangen. Makaber, aber wahr!
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P: "Frau Doktor, sie müssen
unbedingt bei mir einen Hausbesuch machen - mir geht es nicht
gut."
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A: "Ja wo fehlt es denn? Haben
Sie Fieber, Schmerzen, Erbrechen ...? In einer halben Stunde haben
Sie doch einen Sprechstunden-Termin."
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P: "Ich weiß, aber ich
glaube, dass mein linkes Ohr schmerzt. Erbrechen oder Fieber habe
ich nicht."
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A: "Sie wohnen doch nur 100
Meter von der Praxis entfernt und können wegen Ihrer
Ohr-Schmerzen nicht in die Praxis kommen? Es ist ja wohl nicht
ganz so dringend. Nach der Sprechstunde, also in etwa 60 Minuten
komme ich vorbei. Die Apotheke hat dann schon zu und sie müssen
dann etwa 10 Kilometer entfernt in die Bereitschaftsapotheke
fahren."
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P: "Ei dann komme ich doch noch
vorbei."
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- A
= Arzt
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P = Patient,
älter, wortkarg,
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A: "....... Haben Sie sonst noch
irgendwelche Fragen oder Beschwerden?"
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P: "Ach ja, sehen Sie mal hier
an den Handgelenken und auch hier im Gesicht habe ich seit vier
Tagen überall lauter dicke rote Stiche, die jucken
schrecklich. Woher kann das kommen? Was kann ich dagegen tun?"
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A: "Oh, das sieht ja recht
eindrucksvoll aus. Das könnten Moskito-Stiche - aber auch
Floh-Stiche sein. - Haben Sie Haustiere?"
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P: "Hmm ja -
neunundzwanzig:"
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A: "Ja, da hätten wir's.
Das können dann Flohstiche sein. - Neunundzwanzig Stück!?
- Ja was haben Sie für Tiere zu Hause?"
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P: "Fische."
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- Gemeinsames lautes Gelächter.
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