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Harn-Inkontinenz?

Dr. Hasler - Dr. Hasler-Hepp Tholey

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Medizinisch umschreibt man dieses Problem vornehm mit Inkontinenz.

 

Inkontinenz ist ein Problem, das in der zweiten Lebenshälfte etwa 50 Prozent der Bevölkerung betrifft. Inkontinenz führt zwangsläufig zu Angst, Isolation und vorzeitigen Pflege-Bedürftigkeit.

 

Viele Probleme der Inkontinenz kann man heute lösen, zum Teil medikamentös. In den letzten Jahren wurden neue, recht erfolgreiche Behandlungsstrategien entwickelt. Schlagen Sie sich mit Ihrem Problem nicht herum, sondern sprechen Sie mit uns.

Aus falsch verstandener Scham ist Inkontinenz für viele ein Tabu-Thema. Man spricht nicht darüber.

Im folgenden einige Informationen zur Harn-Inkontinenz:
Die normale Kapazität der Harnblase beträgt 400 bis 1000 ml. Die Harnblase ist ein Muskel-Hohlorgan, das mit Schleimhaut ausgekleidet ist.

 

Welche Fragen werden hier beantwortet?

Was ist Harn-Inkontinenz?

Ist Harn-Inkontinenz ein neues Problem?

In welchem Lebensalter kann Inkontinenz bestehen?

Häufigkeit der Harn-Blasen-Inkontinenz:

Welche Formen der Harn-Inkontinenz gibt es?

Bei welchen Erkrankungen besteht Inkontinenz?

Was muß man zur Diagnostik tun?

Was kann man bei der unkomplizierten Inkontinenz tun?

Welche Maßnahmen müssen bei der komplizierten Inkontinenz ergriffen werden?

Hinweis

 

Was ist Harn-Inkontinenz? (Übersicht)

Harninkontinenz ist Blasenschwäche. Blasenschwäche ist das Symptom einer Krankheit, nicht Krankheit selbst. Welche Teile sind für die Kontinenz zuständig? 

- Blasenmuskulatur 

- Schließmuskel 

- Prostata 

- Becken-Bodenmuskulatur

Ist Harn-Inkontinenz ein neues Problem? (Übersicht)

Nein, auf keinen Fall. Sogar Päpste im Mittelalter hatten mit diesem unangenehmen Problem zu tun. Im Gegensatz zu heute gab es so gut wie keine Hilfsmittel. Die Erfindung der Gummihose durch einen Engländer gab den Geplagten wenigstens für Stunden das Gefühl, wieder am normalen gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. 

In welchem Lebensalter kann Inkontinenz bestehen?  (Übersicht)

Im Grunde genommen in jedem Lebensalter. 

- Säuglinge normal bis 2. Lebensjahr, 

- ältere Menschen ab 50 Jahren sind besonders häufig damit geplagt.

Häufigkeit der Harn-Blasen-Inkontinenz:  (Übersicht)
25% aller Menschen über 50 Jahre leiden darunter, Frauen mehr als Männer. Bei Männern sind über 25% über 50 Jahre unter anderem infolge der Prostata-Vergrößerung davon betroffen, bei den über 60jährigen Männern sind es bereits mehr als 50 Prozent. 20% der über 50jährigen leiden an der Drang-Inkontinenz. Diese Drang-Inkontinenz kann man in den letzten Jahren recht gut medikamentös behandeln. 
Welche Formen der Harn-Inkontinenz gibt es?  (Übersicht)

Streß-Inkontinenz

Drang-Inkontinenz (Urgency)

Überlauf-Inkontinenz

Reflex-Inkontinenz bei neurologischen Erkrankungen. 

Mischformen

Zur Streß-Inkontinenz

Ursache: Schließmuskel und Beckenboden sind schwach. 

Geschlechter-Verteilung: häufigste Form bei Frauen. 

Auftreten vor allem beim Niesen, Lachen, Springen. Ursache ist häufig eine Beckenboden-Schwäche infolge Geburten, Verstopfung, Östrogen-Mangel oder Übergewicht. 

Behandlung: Becken-Bodentraining, Östrogene, Pessar, Operation, Vorlagen. 

Zur Drang-Inkontinenz (Urgency)

Ursache: Schließmuskel ist intakt, aber die Blasenmuskulatur ist zu aktiv und über-erregt. 

Geschlechter-Verteilung: Männer wie Frauen, doch Männer sind öfters infolge der Prostata-Vergrößerung betroffen. 

Beschwerden sind häufiges, dranghaftes Wasserlassen bei meist erst geringer Blasenfüllung, häufiges Nachträufeln, auch längere Zeit nach dem Wasserlassen. Hier gibt es in den letzten Jahren eine neue Behandlung die zu einer fast völligen Beschwerdefreiheit führt. 

Behandlung: Alpha-Blocker, Kontrolle des Abflußhindernis (BPA), Beseitigung chronischer Blasen-Infekte. 

Zur Überlauf-Inkontinenz

Ursache: Abflußhindernis, Einengung der Harnröhre, z.B. durch eine vergrößerte Prostata, was zum Überlaufen der Blase führt. 

Geschlechter-Verteilung: hiervon sind fast ausschließlich Männer betroffen. 

Beschwerden: Entleeren häufiger kleiner Harn-Portionen, erheblicher häufiger Drang zum Wasserlassen, meist unkontrolliert. Dieser Harn-Stau in der Blase führt häufig zu Infekten mit Nierenversagen und evtl. Dialyse-Pflichtigkeit. 

Behandlung: Mit pflanzlichen Mitteln kann man die Symptome verringern, das Wachstum der Prostata wird leider nicht gebremst. Eine Operation wird nötig, wenn der Restharn in der Blase mehr als 100 ml beträgt. 

An Operationsverfahren kommen in Frage

- durch Harnröhre (Prostata nicht größer als 80 Gramm) 

mit Hobel oder

Laser (geringerer Blutverlust) oder

- über den Bauch (Prostata > 80 Gramm).

Zur Reflex-Inkontinenz bei neurologischen Erkrankungen. 

Ursache: Trennung zwischen Rückenmark und Gehirn. 

Vorkommen: z.B. Multiple Sklerose, Querschnittslähmung, Tumoren. 

Bei welchen Erkrankungen besteht Inkontinenz?(Übersicht)

Häufige Harnwegsinfekte --> Drang-Inkontinenz 

Prostata-Vergrößerung --> Drang-Inkontinenz--> Überlauf-Inkontinenz 

Beckenboden-Senkung --> Streß-Inkontinenz 

ausgeprägte Durchblutungsstörungen des Gehirns (Schlaganfall) --> Reflex-Inkontinenz 

Rückenmarksverletzungen --> Reflex-Inkontinenz 

Komplikationen nach Rückenmarksoperationen --> Reflex-Inkontinenz 

Nervenstörung bei Zucker (= Diabetes mellitus) --> Drang-Inkontinenz

Was muß man zur Diagnostik tun? (Übersicht)

Befragung (Tagebuch) 

Urinuntersuchung 

Blutuntersuchung (Nierenwert, PSA und evtl. Östrogene) 

Ultraschall der Blase (gefüllt und entleert), Prostata und Nieren 

Tastbefund der Prostata 

Frauen-Ärztliche Untersuchung (Beckenboden) 

Harn-Flußmessung (Uroflow) 

Evtl. urodynamische Messung (Blasen-Druckmessung)

Was kann man bei der unkomplizierten Inkontinenz tun?  (Übersicht)

Medikamente 

Becken-Bodentraining 

Blasen-Klopftraining

Toiletten-Training

Vorlagen

Welche Maßnahmen müssen bei der komplizierten Inkontinenz ergriffen werden?  (Übersicht)

Blasenkatheter 

suprapubisch 

Harnröhre 

Urinal

Operation

Hinweis: Es gibt im Internet eine Selbsthilfegruppe zum Thema Inkontinenz, in der in einer News-Group Fragen und Antworten diskutiert werden. Der Inhalt der Briefe wird nicht immer jedermanns Geschmack treffen, aber manchmal findet sich eine Antwort auf eine Frage, die man nie gewagt hat zu stellen.