Peter Mönch

Verkehrsverein 1882 Tholey e. V.

Im Historischen Museum Tholey finden Sie eine Dokumentation über Peter Mönch und können das einzige, von ihm heute erhaltene Tafelklavier (1840), besichtigen.

Peter Mönch (1811 - 1884)
Der Vater war Schreinermeister mit einer Werkstatt in Tholey, im Matzenecken. Der Sohn lernte das Schreinerhandwerk und die Musik im Elternhaus kennen. Er musizierte mit dem Vater auf Hochzeiten und Festen, eine Tätigkeit, die er nicht liebte. Peter Mönch verließ Tholey 1829 gegen den Willen des Vaters. Er fand seine erste Arbeitsstelle in Mainz bei Klavierbauer Schott, heute Musikverlag Schott,
Danach wanderte er weiter und fand bei dem aus Italien zugewanderten Geigen - und Klavierbauer Nicolai in Stuttgart seine nächste Lehrstelle.
Weiter führte ihn sein Weg nach Wien. Hier arbeitete er bei Streicher, einem der berühmtesten Klavierbauer der damaligen Zeit.
Letztes erhaltenes Tafelklavier von Peter Mönch, ca 18451831 Rückkehr nach Tholey , nachdem er sein handwerkliches Genie nicht wirtschaftlich umsetzen konnte. Hier Beginn einer Klavierherstellung in der väterlichen Werkstatt.
Das erste in Tholey gebaute Klavier wurde nach einer Bauzeit von 1 Jahr an einen General Zimmermann nach Saarlouis für die Summe von 200 Talern verkauft.
Die Arbeitsverhältnisse in Tholey waren so schlecht, daß er nach 2 Jahren wieder nach Wien zurückkehrte. 1833 -1835 befand er sich in seiner zweiten Arbeitsperiode bei der Wiener Firma Streicher,
Rückreise nach Tholey 1835, über Fürth, wo er die gerade neu eingerichtete Dampf-Eisenbahn benutzte. In Tholey erneute Einrichtung einer Klavierbauwerkstatt.
In der Schaffenszeit von 1835 - 1871 verließen bis zu 15 Tafelklaviere pro Jahr die Tholeyer Werkstatt. Er beschäftigte mehrere Angestellte, darunter auch seinen taubstummen Bruder. Ein Tafelklavier hatte damals der Wert eines kleinen Hauses.
Im Ramen der Revolutionswirren saß er 1848 hier im Hause im Gefängnis (Turm).
Im Alter vorn 60J verließ er 1871 Tholey nach tragischen Todesfällen des Onkels und dreier seiner Kinder innerhalb eines Jahres. Er ging nach Sobernheim. Leider konnte er dort an den wirtschaftlichen Erfolg nicht mehr anknüpfen.
Sein Sohn Wilhelm Mönch, ebenfalls Klavierbauer, baute die Fabrikation mit modernen Methoden in Sobernheim wieder auf. Er ließ sich den doppelten Resonanzboden patentieren. Ihm gelang es in einem Jahr die vierfache Menge erstklassiger Klaviere herzustellen.