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Die
moderne Anästhesie fußte auf einer anderen Entwicklung.
Der Schlüssel dazu lag in der chemischen Identifizierung von
Gasen am Ende des 18.Jahrhunderts. Um 1800 breiteten sich
"Lachgas- und Äther-Partys" in den angelsächsischen
Ländern aus.
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Der Landarzt
Crawford Long in Georgia beobachtete auf Äther-Partys, dass
kleinere Verletzungen von Berauschten zu keiner Schmerzreaktion
führten. Ab 1842 führte er kleinere Operationen in
Äthernarkose aus, ohne die Ergebnisse zu veröffentlichen.
Immer wieder machten sich besonders Zahnärzte dieses Verfahren
zunutze. Allgemeine Anerkennung konnte dieses Verfahren aus zwei
Gründen nicht finden: die Methode war neu und in Ihren
Wirkungen noch nicht ganz erforscht. Erst Morton war es gelungen,
einen halbwegs zuverlässigen Narkoseapparat zu entwickeln. 1846
musste er die Natur des von ihm geheim gehaltenen Gases
bekannt geben. Bereits ein Jahr später hatte sich die
Äthernarkose in Europa durchgesetzt.
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Doch bald
geriet die Äthernarkose ins Hintertreffen, da unangenehme
Nebenwirkungen nicht ausblieben. Im November 1847 wurde in Edinburgh
die erste Geburt mit Chloroform vorgenommen. Prominenteste Patientin
war 1853 die englische Königen Victoria. Trotz der immer wieder
vorkommenden Todesfällen blieb die Chloroformnarkose für
Jahrzehnte die Methode der Wahl.
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Erst mit
Beginn der kontrollierten, planbaren Narkose konnte die Chirurgie
den steilen Aufstieg bis heute nehmen. Eine Tätigkeit als
Rettungsarzt wäre heute ohne kurzwirksame und nebenwirkungsarme
Narkotika nicht möglich. Heute werden immer mehrere
Medikamente/Stoffe miteinander kombiniert.
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Wer den
"MEDICUS" gelesen hat, weiß, dass eine
Blinddarmentzündung, die heute eine operative Bagatelle ist,
damals immer tödlich verlief.
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Blasensteine
wurden mit den abenteuerlichsten Instrumenten unter großen
Schmerzen entfernt, weil sie sonst infolge einer inneren Vergiftung
fast immer zu einem qualvollen Tod führten.