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Fast
jeder von uns hat schon auf eigene Initiative hin Medikamente
eingenommen - meist gegen Kopfschmerzen, bei starker Erkältung
oder gar bei Bauchschmerzen.
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Doch wer hat
schon mal den Beipackzettel von Aspirin, Benuron, Kontragripp
oder Boxazin durchgelesen?
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Viele Menschen
nehmen Medikamente aus diesem Grund falsch oder gar nicht ein. Kein
Wunder, denn die Gebrauchsanleitungen (=
Beipackzettel) sind häufig mit Fachbegriffen überladen.
Ein normaler Mensch benötigt ein medizinisches
Wörterbuch, um aus dem Kauderwelsch von Gegenanzeigen,
Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen klug zu werden.
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Viele
Hersteller von Medikamenten sind aus diesem Grund dazu übergegangen,
neben der laut Arzneimittel-Gesetz vorgeschriebenen
Gebrauchsinformation zusätzlich noch eine gut verständliche
Patienten-Information auf dem Beipackzettel zu drucken. Manche legen
sogar ein kleines, gut verständliches Büchlein bei.
Dennoch kommt es häufig zum Fehlgebrauch. Damit ein Medikament
jedoch gut wirken kann und die möglichen Nebenwirkungen nicht
auftreten oder nur gering bleiben, ist es wichtig, die
Anwendungsgebiete zu beachten.
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Hier
einige Tipps zu Risiko und Nebenwirkungen von Medikamenten:
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Jeder
Beipackzettel beginnt mit Anwendungsgebieten,
bei denen das Medikament wirkt. Diese sind durchaus interessant,
weil Sie womöglich entdecken, dass Ihr Kopfschmerzmittel
auch gegen andere Schmerzen hilft. In diesem Fall können Sie
die Kosten für ein weiteres Präparat sparen. Zudem helfen
die
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meisten
Schmerzmittel auch gegen Fieber.
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Unter
Gegenanzeigen versteht man Krankheiten
oder Beschwerden, bei denen das Medikament nicht eingesetzt werden
sollte. Bestimmte Medikamente helfen zwar gegen Bauchgrimmen, dürfen
aber bei Magengeschwüren nicht eingenommen werden. Da es für
einen Laien jedoch schwierig ist festzustellen, ob die Schmerzen
durch ein Magengeschwür verursacht werden, ist immer als erstes
ein Arzt zu Rate zu ziehen.
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So genannte
Wechselwirkungen können auftreten,
wenn neben einem ersten Medikament ein weiteres eingenommen wird.
Beide Medikamente können sich in ihren Wirkungen beeinflussen -
sei es, dass ihre Wirkung verstärkt, abgeschwächt
oder völlig neue Wirkungen auftreten. Auch bei bestimmten
Nahrungsmitteln kommt es zu Wechselwirkungen. Bei Einnahme von
Marcumar sollte zum Beispiel der Verzehr von Kohl vermieden werden.
Psychopharmaka haben erhebliche Wechselwirkungen mit koffeinhaltigen
Getränken und Alkohol.
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Besonders
sorgfältig sollten Sie die Dosieranleitung
lesen. Angaben wie vor den Mahlzeiten unzerkaut oder
nach den Mahlzeiten zerkauen sollten ebenso eingehalten
werden wie die Hinweise zur Häufigkeit der Einnahme. Falls Ihr
Arzt Ihnen eine besondere Einnahmedosis verordnet, gilt natürlich
diese.
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Zur Haltbarkeit
von Medikamenten: Arzneimittel sind in der Regel
mindestens ein Jahr haltbar, meist jedoch wesentlich länger.
Andere haben neben einem absoluten Verfallsdatum noch ein
zusätzliches Verfallsdatum nach Öffnung der Flasche. Dies
findet man besonders bei Augentropfen oder Säften für
Kinder. Meist ist das Verfallsdatum auf der kurzen schmalen Seite
der Verpackung aufgeprägt oder aufgedruckt.
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Verschreibungspflichtige
Medikamente sind aus gutem Grund nur auf Rezept zu
erhalten. Diese Präparate sollten Sie wirklich nur nehmen, wenn
Sie vorher den Arzt dazu befragt haben. Selbst wenn diese
Medikamente bei Verwandten oder Bekannten mit ähnlichen
Beschwerden gut geholfen haben, heißt das nicht, dass
diese Medikamente auch für Ihre Erkrankung zu empfehlen sind.
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Ein
letztes: wenn Sie Probleme haben, die Medizinersprache zu verstehen,
dann scheuen Sie sich nicht, Ihren Arzt oder Apotheker zu fragen.