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Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie

(nach Professor Manfred von Ardenne)


"Viel häufiger, als früher angenommen wurde, ist ein schlechter Sauerstoff- bzw. Energiestatus die primäre oder indirekte Ursache von Krankheiten, Leiden und Beschwerden des Menschen. Deshalb gehört die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie, bzw. Immunstimulation ... zu den wichtigsten Methoden der Präventivmedizin". (Prof. von Ardenne)

Sauerstoff ist Leben
Mit zunehmendem Alter, durch Stress, Bewegungsmangel und die zunehmenden Umweltbelastungen sinkt die natürliche Sauerstoffaufnahme und damit die auch Energieversorgung des menschlichen Organismus. Die Konsequenzen sind absehbar und die Symptome sind bekannt. Auf einen Sauerstoffmangel zurückführen lassen sich zum Beispiel häufige Müdigkeit, andauernde Konzentrationsschwäche, Migräne und andere Beschwerden. Weit interessanter - und leider noch immer weitgehend unbekannt, sind die positiven Konsequenzen einer gesteigerten Zufuhr von Sauerstoff, besonders von reinem Sauerstoff (100% O2).
Sauerstoff in der medizinischen Anwendung
Die Anwendung des Sauerstoffes in der Notfallmedizin gehört schon seit langem zur Routine. Die Notwendigkeit dieser Anwendung und die unmittelbaren Erfolge in diesem Zusammenhang sind unbestritten. Wie aber kann die Zufuhr von Sauerstoff, oder genauer, dessen Inhalation, weitergehend nutzbringend in der Heilbehandlung eingesetzt werden? Eine Verbesserung des Sauerstoff- bzw. Energiestatus des Patienten ist ja bekanntermaßen in der üblichen Art der Anwendung im wesentlichen nur während der Zuführung dieses lebenswichtigen Elementes gegeben. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, hat der weltweit anerkannte Wissenschaftler Professor Manfred von Ardenne mit seinen Mitarbeitern umfassende Forschungs -arbeit geleistet und die Erkenntnisse 1982 in einer bedeutenden Veröffentlichung auch einem breiterem Publikum zugänglich gemacht.
Das Hauptergebnis seiner Forschung auf diesem Gebiet lässt sich leicht zusammenfassen. So wurde festgestellt, daß bei 100% reinen Sauerstoffapplikationen mit bestimmter Flußdosierung in Kombination mit der Einnahme von Vitaminen und unter Zuhilfenahme einer sinnvoll angewandten körperlichen Belastung (z.B. mittels eines Fahrradergometers) eine lang anhaltende Statusverbesserung erreicht wird. Das heißt im Klartext: anders als bei sonst angewandten Methoden der Sauerstoffzuführung ist bei Anwendung der von ihm dargestellten und eingeführten Therapievariante eine lang anhaltende Verbesserung des Sauerstoff- bzw. Energie-status im menschlichen Organismus nachweisbar. Von Ardenne benannte seine Methode Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie (SMT), denn sie läuft in drei aufeinanderfolgenden Schritten ab.

 

Wie wird die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie durchgeführt?
Die drei Grundschritte:
  • 30 Minuten vor Therapiebeginn Gabe von Vitaminen (C+B) und Magnesium, um die Sauerstoffaufnahme im Gewebe zu erhöhen.
  • Inhalation von reinem (100%) Sauerstoff durch einen speziellen Maskenapplikator mit Speicherblase, damit wirklich nur purer Sauerstoff eingeatmet wird.
  • Sicherung guter Durchblutung durch leichte körperliche Belastung (zum Beispiel mit einem Fahrradergometer mit Belastungsanzeige und Pulsüberwachung).
 
Worauf kommt es an?
Entscheidend ist der von Professor Ardenne entdeckte sogenannte "Schalteffekt". Wenn man nur ausreichend lange eine ausreichende Menge von reinem Sauerstoff inhaliert, so bewirkt dies nach einer bestimmten Zeit ein Abschwellen der Zellauskleidung der Innenwände der Blutgefäße. Ergebnis: das Blut - und mit ihm der Sauerstoff - kann besser in das Gewebe und zu den einzelnen Organen gelangen. Die Zellen werden also verstärkt mit Energie versorgt. Diese für den Körper außer- gewöhnliche Zufuhr von Sauerstoff führt aber nicht nur zu diesem scheinbar kurzfristigen Effekt, sondern konditioniert den Körper auch dahingehend, daß er auch noch lange nach Abschluss der Therapie nach mehr Sauerstoff "verlangt". Der Organismus hat sozusagen aus dieser Erfahrung gelernt, und wird sich nun auch ohne eine "erzwungene" Zufuhr den Sauerstoff aus der Luft holen und in die Zellen schicken. Der Organismus ist jetzt auch viel besser in der Lage, den Sauerstoff aus der Atemluft zu verwerten. Das Blut wird wieder leuchtend rot - nachdem es bei einem geschwächten, sauerstoffarmen Patienten vor der Therapie dunkelrot bis schwarz erschienen ist.
 
Wo kann die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie eingesetzt werden?
 
Die Liste der möglichen Einsatzgebiete ist beeindruckend:
  • Beschleunigung von Rehabilitation und Wundheilung
  • Lungeninsuffizienz und Bronchialasthma
  • Durchblutungsstörungen des Gehirns
  • Kreislaufstörungen und Dauerschwindel
  • Bluthochdruck (Hypertonie)
  • Ohrgeräusche (Tinnitus)
  • Migräne
  • Stress
  • und bei einer Vielzahl anderer Beschwerden und Krankheiten
     

Fazit:

Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie ist ein natürliches Heilverfahren mit universaler Einsatzmöglichkeit.

Literaturhinweise:

Manfred von Ardenne. Wo hilft Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie? (Mannheim/Wien/Zürich: BI-Wissenschaftsverlag, 1989).
Rainer Holzhüter. "Die Sauerstoff-Mehrschritt-Therapie". Der Naturarzt 133 (9/1993): 444, 447-449. (in den folgenden Heften fortgesetzt).

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"SMT und Krebs: Als Begleittherapie bei Krebs vielfach erprobt". Der Naturarzt 134 (6/1994): 15, 21.