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Die Entwicklung der Landwirtschaft von A. Junker und E. Glansdorp

Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts lebten die Menschen unseres Ortes von Landwirtschaft und Handwerk. Die Industriegebiete waren weit entfernt und wurden nur langsam als Erwerb angenommen. So ergänzten sich Landwirtschaft und Handwerk und bildeten den Haupterwerb. Als Handwerker sind in unserem Dorf der Schmied, der Küfer, der Wagner, der Schneider, der Schuhmacher und der Müller bekannt. Alle Handwerker waren im Nebenerwerb noch Landwirte.

Die Menschen der Altsteinzeit (bis etwa 10000 v.Chr.) waren Sammler und Jäger. Sie waren naturabhängig und nicht seßhaft. Ihre Werkzeuge waren Stein und Stock. Sie lebten noch von der Jagd. Felle trugen sie als Kleidung.

 In der Zeit um 8000 v.Chr. vollzog sich ein grundlegender Wandel in der Menschheitsgeschichte. Der Prozeß der Domestikation von Wildtieren und die Kultivierung von Wildgräsern führte im Vorderen Orient zu völlig neuer Lebensweise. Der Mensch wurde seßhaft und er begann seine Umwelt zu gestalten. Konkurrenten, wie nicht seßhafte Jäger, aber auch die Wildtiere wurden vertrieben. Die neue bäuerliche Lebensweise breitete sich langsam über Anatolien, den Balkan, die Donau hinauf zum Rhein hin aus. Die ‘neolithische Revolution’, also die bäuerliche Lebensweise erreichte unsere Heimat erst um 5500 v.Chr.

Die Arbeitsgeräte der ersten Bauern waren einfach. Mit Hacken aus Holz wurde die Erde bearbeitet. Das Getreide schnitt man mit Holzsicheln in die scharfe Steine eingesetzt wurden. Gemahlen wurde zwischen zwei Steinen. Das Korn wurde in Tongefäßen gelagert.

In der Bronzezeit (etwa 2000 v.Chr.) änderten sich auch die Werkzeuge der Landwirtschaft. Wichtigste Errungenschaft ist die Einführung eines tiefergehenden Hakenpfluges, der die Erde so tief aufreißt, daß mehrjährige Ackerunkräuter verschwinden. Dinkel erscheint als neue Getreideart.

Im Laufe der Eisenzeit (800 - 50 v.Chr.) kamen für unsere Vorfahren große Erleichterungen: Die Erfindung der Sense und der Handdrehmühle, die die Produktionszeit für 1 kg Mehl von 2 Stunden auf 10 min reduzierte.

 Über den Getreideanbau der Römerzeit in unserer Heimat informieren 2 Stelltafeln. Mit dem römischen Einfluß setzte sich der Anbau von Weizen auch in unserem Raum durch. Drehbare Handmühlen waren in jedem Hofgut anzutreffen.

Erst im Mittelalter wurden Eggen aus Holz erwähnt. Vorher wurde das Saatgut mit Ästen unter das Erdreich geschafft. Pflüge, die die Scholle umwerfen, wurden seit dem Mittelalter verwendet.

Im 19. Jahrhundert traten in der Landwirtschaft entscheidende Veränderungen ein. Man erkannte die wechselhafte Nutzung, was den Ertrag steigerte und führte die Dreifelderwirtschaft ein. Friedrich der II. führte 1775 die Kartoffeln ein. Sie wurde Grundnahrungsmittel.

 




Landwirtschaftliches Gerät dieses Jahrhunderts im Museum

Justus von Liebig (1803-1873) begründete die Ackerbauchemie, die Mineraldüngung begann. Durch immer intensivere Düngung und Maschineneinsatz konnte der Ertrag der Landwirtschaft erheblich gesteigert werden.

Wir zeigen in unserer Ausstellung die landwirtschaftliche Arbeitsweise etwa der letzten 100 Jahre sowie einen Einblick in die römerzeitliche Getreidebearbeitung.

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